Sprachenstreit: Bundesrat erhält Rückendeckung

Die Lehrerverbände sprechen sich für Französisch in der Primarschule aus

Französischunterricht für Primarschüler oder nicht?

Im Sprachenstreit gibt es für den Bundesrat Rückendeckung vom Lehrerverband. Dieser befürwortet, dass die Kantone zum Französischunterricht in der Primarschule verpflichtet werden sollen. Das schreibt der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz in einer Mitteilung. 

In mehreren Kantonen, darunter auch in Luzern, sind derzeit Vorstösse hängig, die Frühfranzösisch aus der Primarschule verbannen wollen. Für den Schweizer Lehrerinnen und Lehrerverband ist aber klar, dass dies nicht der richtige Weg ist. Das Abschaffen des Französischunterrichts in der Primarschule würde zu massiven Unterschieden zwischen den Kantonen führen. Bis zu vier Schuljahren könnten zwischen dem Sprachniveau der Schüler liegen, ein Problem, dass vor allem Kinder treffen würde, welche in einen anderen Kanton umziehen. Die Kosten für die Nachhilfe dieser Kinder schätzt der Lehrerinnen und Lehrerverband auf bis zu neun Millionen Franken. Daher spricht sich der Verband dagegen aus, nur eine Landessprache in der Primarschule zu unterrichten.

Im Juli hatte der Bundesrat in en Sprachenstreit eingegriffen. Er will, dass die zweite Landesprache in der Primarschule gesetzlich verankert ist. Dies, sofern keine Kantonslösung zustande kommt.

Kommentieren

comments powered by Disqus