Konzernverantwortungsinitiative eingereicht

120'000 Unterschriften wollen, dass die Menschenrechte auch im Ausland respektiert werden

Auch Kinderarbeit kann gegen die Menschenrechte verstossen

Schweizer Konzerne sollen die Menschenrechte und die Umwelt auch im Ausland respektieren. Die sogenannte Konzern-Verantwortungs-Initiative ist am Morgen mit 120'000 Unterschriften in Bern eingereicht worden. Der ehemalige FDP-Ständerat und Co-Präsident des Initiativkomitees, Dick Marty, sagt, Menschenrechtsverletzungen seien überall Menschenrechtsverletzungen. Es könne nicht sein, dass die Schweiz die Menschenrechte in ihren Nachbarländern respektiere, aber in afrikanischen Ländern zum Beispiel einfach wegschaue. Unterstützt wird die Initiative von rund 80 Menschenrechts-Organisationen und Hilfswerken, dazu zählt Brot für alle, Fastenopfer, Alliance Sud, Amnesty International Schweiz oder die Erklärung von Bern. Dem Initiativkomitee gehören neben Dick Marty auch alt Bundesrätin Calmy-Rey und der ehemalige IKRK-Präsident Sommaruga an.

Wirtschaft dagegen

Die Initiative sei unnötig, kontraproduktiv und gefährde den Wirtschaftsstandort, kritisieren die Wirtschaftsverbände. Der Dachverband Economiesuisse lehnt darum das Begehren ab. Die Initiative bedeute einen "bedauernswerten Rückschritt" im etablierten Dialog zwischen Unternehmen und Nicht-Regierungs-Organisationen.

Audiofiles

  1. KONZERNVERANTWORTUNGSINITIATIVE EINGEREICHT. Audio: Matthias Strasser

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