Kanton Luzern zufrieden mit Stipendiengesetz

Wie angestrebt seien Ausbildungsbeiträge gezielter ausbezahlt worden

Der Kanton Luzern hat vergangenes Jahr Stipendien in der Höhe von 10 Millionen Franken ausbezahlt.

Der Kanton Luzern ist mit dem neuen Stipendiengesetz zufrieden. Seit 2014 seien Unterstützungs-Beiträge damit gezielter an Studenten aus einkommensschwachen Familien ausbezahlt worden.

Das im Kanton Luzern seit 2014 geltende neue Stipendiengesetz zeigt die gewünschte Wirkung. Eine Auswertung durch das Statistikamt Lustat zeigt, dass sich das neue Gesetz bewährt. So seien Unterstützungsbeiträge gezielter an Studenten aus einkommensschwachen Familien ausbezahlt worden, heisst es in einer Mitteilung der Luzerner Staatskanzlei. Diese Gelder sollen es junge Menschen ermöglichen, ihre Fähigkeiten durch Aus- und Weiterbildungen zu fördern. 

Stipendienbeiträge gestiegen, Gesuche gesunken

Im Durchschnitt sind die einzelnen Stipendienbeiträge von 5'200 auf neu 7'000 Franken gestiegen. Die Zahl der bewilligten Gesuche und Stipendienbezüger verringerte sich um über einen Viertel auf rund 1'400. Bei den Darlehen erhöhte sich der durchschnittliche Zustupf von 2'900 auf 6'300 Franken. Besonders vom Stipendiengesetz profitieren zudem Personen, welche nur mit einem Elternteil aufwachsen. Ihr Anteil an Stipendien stieg von 15 auf 38 Prozent.

Auch die finanziellen Vorgaben wurden eingehalten

Auch die finanziellen Vorgaben wurden mit dem neuen Gesetz eingehalten. Der Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr Stipendien in der Höhe von 10,4 Millionen Franken ausbezahlt. Die Gesamtsumme der Stipendien blieb damit praktisch unverändert. Bei den Darlehen verdoppelte sich die Summe auf rund 1,5 Millionen Franken. Laut der Staatskanzlei sei dies weniger als erwartet. Vor Inkrafttreten des Gesetzes rechnete der Kanton mit dereinst 3,5 Millionen Franken.

Der stark umstrittene Teil des Gesetzes, wonach auch Private Stipendien zum Darlehen mitfinanzieren sollen, ist hingegen kein Erfolg. Nur knapp 30 Personen, die vom Kanton keinen Ausbildungsbeitrag erhielten, hatten bis im Februar 2016 vom Kanton zur Verfügung gestellte Beratungsgutscheine für eine private Lösung eingelöst. Deshalb führt der Kanton Luzern das Pilotprojekt nicht weiter.

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