Cyber-Erpressung als grösste Internetgefahr

Halbjahresbericht von MELANI weist auf die Gefahr hin

Internet-Kriminalität (Symbolbild)

Cyber-Erpressung! Gemäss der Melde- und Analysestelle des Bundes MELANI ist dies im ersten Halbjahr 2016 die grösste Gefahr im Internet. Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen Leute erpresst werden. Schutz lohnt sich, schützt aber dennoch nicht ganz vor Datenverlust.

Es ist schnell passiert, man surft im Internet, es öffnet sich ein Pop-Up-Fenster und schon ist man Opfer einer Cyper-Erpressung, sagt Max Klaus, stv. Leiter bei MELANI. Die Erpesser sperren die Daten auf dem Computer und erpressen Lösegeld, damit diese wieder freigegeben werden. Max Klaus hat einige nützliche Hinweise:

Kein Lösegeld zahlen
Die Zahlung von Lösegeld garantiert nicht, dass die Erpresser die Daten auch wirklich wieder freigeben. Weiter unterstützt man mit dem Geld die Erpresser und ermöglicht ihnen, sich weiterzuentwicklen.

Aktuelle Virenschutzprogramme
Die Erpresser erhalten oftmals über Programme, welche keinen oder einen zu schlechten Virenschutz haben, Zugang zum Computer. Daher soll das Virenschutzprogramm stets aktuell sein.

Vorsicht im Internet
Bei dubiosen oder kuriosen E-Mails: lieber einmal mehr löschen als diese öffnen. Auch gehört sich Vorsicht beim Öffnen von Links oder Anhängen. In diesen verstecken sich oftmals Viren-Trojaner.

Datensicherung
Wenn man Opfer von Cyber-Erpressung wird, so sind die Daten oftmals verloren. Es wird daher geraten, regelmässig ein Datenbackup zu machen, die Daten zu sichern. Denn nur so können diese bei einem Verlust wieder hergestellt werden.

Anzeige erstatten
Ist man Opfer geworden, so soll man sich unbedingt bei der Polizei melden und Anzeige erstatten. Auch wenn die Täter nur in den wenigsten Fällen ausfindig gemacht werden können, so erhöht dies den Druck auf sie.

Audiofiles

  1. Bund warnt vor Internet-Erpressern. Audio: Philipp Breit

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