Uri Tourismus will Tunnel-Führungen anbieten

Ausstellung zum Basistunnel soll in den Bahnhof Erstfeld zügeln

Gotthard-Basistunnel in Faido-Bodio Bauarbeiten im NEAT-Basistunnel.

Es ist das Jahrhundertbauwerk der Schweiz, der Gotthard-Basistunnel. Bei der Eröffnung Anfang Juni strömten zehntausende Besucher nach Uri und bestaunten den neuen Eisenbahntunnel. Während der ganzen Bauzeit war auch die Ausstellung beim Infopoint geöffnet. Zwar wird nun der Infopoint Ende Jahr geschlossen, die Ausstellung soll aber weiterleben. Auch Führungen in den Tunnel soll es weiterhin geben.

Der Gotthard-Basistunnel zwischen Erstfeld und Pollegio ist mit 57 Kilometern der derzeit längste Eisenbahntunnel der Welt. Auf den Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 wird der Tunnel offiziell von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Betrieb genommen. Nicht nur während der Eröffnungsfeierlichkeiten im Juni stiess der Weltrekord-Tunnel auf ein grosses Besucherinteresse. Während der Bauzeit besuchten mehrere tausend Personen die Baustelle und den Tunnel im Kanton Uri.

Neuer Infopoint in Erstfeld
Die AlpTransit Gotthard AG schliesst nun Ende Jahr das InfoCenter in Erstfeld mit der Ausstellung über den Bau des Gotthard Basistunnels. Ab 2017 soll deshalb im Bahnhofsgebäude in Erstfeld ein neuer Infopoint realisiert werden. Von dort aus sollen auch weiterhin Führungen zum Tunnelfenster in Amsteg angeboten werden. Während in Erstfeld eine Touristeninformation und der Treffpunkt für die Führungen geplant sind, soll der Zugangsstollen im Bereich des Tunnelfensters mit einer spannenden Ausstellung ergänzt werden. Auch sollen die Tunnelführungen mit zusätzlichen Angeboten wie der Besichtigung des SBB-Historic-Depots Erstfeld, dem Eisenbahnrundgang Erstfeld oder einer Theaterführung kombiniert werden können.

Finanzierung noch nicht abgeschlossen
Das Projekt ist aufgegleist, das Konzept für die Führungen steht. Nun muss noch die endgültige Finanzierung geregelt werden. Das Projekt wird vom Kanton Uri, den Gemeinden Erstfeld und Silenen sowie von Uri Tourismus realisiert. Die Kosten sollen einerseits von den Mitgliedern der Trägerschaft, andererseits von Partnern, Sponsoren und über die Neue Regionalpolitik NRP finanziert werden. Bis Ende November entscheiden die einzelnen Gremien. Bereits ab kommendem Februar könnten die ersten Führungen unter der Leitung von Uri Tourismus AG durchgeführt werden.

Audiofiles

  1. Führungen durch den Gotthard-Basistunnel bleiben erhalten. Audio: Philipp Breit

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