Trump ist überraschend neuer US-Präsident

Es war lange ein Kopf an Kopf Rennen

Donald Trump bei seiner Siegesrede.

Donald Trump ist überraschend neuer US-Präsident. In einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen hat der Immobilien-Milliardär in mehreren Schlüsselstaaten gewonnen. Er erreichte die für den Gesamtsieg erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen. Die als entscheidend geltenden Staaten Florida, North Carolina, und Ohio gingen alle an den Republikaner. Auch in Iowa trug Trump den Sieg davon. Zudem holte Trump auch den wichtigen Bundesstaat Pennsylvania. 

Siegesrede mit Dank an Hillary Clinton
In seiner Siegesrede bedankte sich Donald Trump bei seinen Wählern. Zudem zeigte er sich versöhnlich mit Hillary Clinton. Sie habe einen harten Wahlkampf geführt. Clinton rief Trump kurz nach dem Siegesresultat an und anerkannte seine Wahl, resp. ihre Niederlage. Hier einige Statemens von Trump:

«Ich verspreche jedem Bürger unseres Landes, dass ich Präsident aller Amerikaner sein werde. Das ist mir sehr wichtig.»

«Es ist Zeit für Amerika, die Wunden der Trennung zu lecken, es ist Zeit für uns zusammenzukommen als eine vereinte Nation.»

«Unsere Bewegung beinhaltet Amerikanner aller Rassen, Religionen, Milieus und Glaubensrichtungen, die von unserer Regierung erwarten, dass sie den Menschen dient.»

«Ich will der Weltgemeinschaft sagen: Wir werden Amerikas Interessen zwar immer in den Vordergrund stellen. Aber wir werden fair mit allen umgehen. Mit allen Menschen und Nationen. Wir wollen Gemeinsamkeiten finden, keine Feindseligkeiten. Partnerschaft, keinen Konflikt.»

«Es war ein historisches Ereignis. Aber um wirklich historisches zu leiten, müssen wir einen guten Job machen. Und ich verspreche euch, wir werden euch nicht hängen lassen, wir werden einen guten Job machen.»

Offiziell vereidigt wird Donald Trump am 20. Januar 2017.

Beziehung Schweiz-USA
Die Schweiz wolle die guten Beziehungen zu den USA weiterhin pflegen. Das sagten Nationalratspräsidentin Christa Markwalder aber auch Aussenminister Didier Burkhalter. Trumps Wahlsieg lasse allerdings ein Klima der Unsicherheit entstehen. Ein Fragezeichen sehe sie daher zum Beispiel beim Freihandel mit den USA. Die USA seien nach Deutschland der wichtigste Exportpartner der Schweiz.

Der Weg zum US-Präsident
Im Juni 2015 kündigte Donald Trump an, sich für die Wahl zum US-Präsidenten am 8. November 2016 in der Vorwahl der Republikanischen Partei zu bewerben. Im anschließenden Wahlkampf sorgte er unter anderem mit umstrittenen Aussagen über illegale Einwanderung sowie mit seinem Vorschlag, vorübergehend allen Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern, für weltweite Aufmerksamkeit. Entgegen der ursprünglichen Skepsis der meisten politischen Beobachter führte er das parteiinterne Bewerberfeld ab Ende Juli 2015 in Umfragen weitgehend konstant an und setzte sich während des Abstimmungsprozesses zwischen Februar und Juni 2016 in der Mehrzahl der Bundesstaaten durch. Am 19. Juli 2016 wurde Trump auf dem Nominierungsparteitag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gewählt; am 21. Juli nahm er die Wahl formell an.

Porträt Donald Trump
Donald Trump ist am 14. Juni 1946 in Queens, New York City, geboren worden. Seit 1971 ist er CEO der Trump Organization, eines Mischkonzerns. Als Tycoon in der Immobilien- und Unterhaltungsbranche fiel der Milliardär durch sein extrovertiertes Verhalten auf; sein Name wurde zur Marke, etwa für die nach ihm benannten Hochhäuser, die Trump Towers. Mit Fernsehsendungen wie The Apprentice erhöhte er seine Popularität und gehört heute zu den bekanntesten Geschäftsleuten der Vereinigten Staaten.

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