Felssicherung beim Kloster Werthenstein

Vorarbeiten sind abgeschlossen nun beginnt die Felssicherung

Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein Felssicherung Kloster Werthenstein So sah die Felsswand vor den Arbeiten aus. Und so soll sie auch rund 5 Jahre nach den Arbeiten wieder aussehen

Weil der Fels unterhalb des Klosters Werthenstein in den letzten Jahren immer wieder abbrach laufen seit diesem Herbst nun Felssicherungsarbeiten. Diese Vorarbeiten sind  abgeschlossen und die eigentlichen Felssicherungsarbeiten haben begonnen.
 
Das Kloster Werthenstein, welches im Besitz des Kantons Luzern ist und unter Denkmalschutz steht, ist eines der eindrücklichen Bauwerke im Kanton Luzern. Doch dieses Bauwerk ist bedroht. Bedroht von brüchigem Fels auf welchem es seit dem 16. Jahrhundert steht. Damit das Kloster erhalten werden kann und so auch künftig für Pilger, Touristen und Gäste offen bleiben kann, sind Felssicherungsmassnahmen nötig. Diese haben in diesem Herbst begonnen und dauern voraussichtlich bis im Frühling 2017.

Arbeiten sind herausfordernd und ein Sicherheitsrisiko
Zu den Vorarbeiten gehörten die Rodung der Vegetation in der Felsenwand sowie der Bau der Bauplatzinstallationen mit den Plattformen im Fels und dem Baukran am Ufer der Kleinen Emme. Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen und die eigentlichen Felssicherungsarbeiten haben begonnen. Wenn alles fertig ist, wird neu unterhalb der Klostermauer eine Sickerleitung verlaufen, in welcher das Wasser kontrolliert abfliessen kann. Weiter wird der obere Teil der Felswand mit einem Netz gesichert. In der Mitte stützen Betoninstallationen die Wand und zuunterst Felspfeiler- und Blöcke die Felswand und dienen als Ufersicherung.

Aktuell werden die Anker für die Felsstabilisation und die Netzabdeckungen gebohrt. Dazu sind Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von rund 7000 Metern notwendig. Die Arbeiten in der Felswand sind äusserst anspruchsvoll und anstrengend, da sie in der Vertikalen und am Seil hängend ausgeführt werden. Die Mitarbeiter hängen dabei teilweise bis zu 60 Meter über dem Boden in der Felswand.

Frühwarnsystem installiert
Im unteren Teil der Felswand befindet sich ein Felsstück, welches besonders bedrohlich ist. Insgesamt 1000 Kubikmeter Gestein drohen abstürzen und müssen daher abgetragen werden. Im Hinblick auf diese Arbeiten am Felsen wurde die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Wolhusen / Werthenstein verstärkt. Da direkt unterhalb des Felsen die kleine Emme durchfliesst, besteht die permanente Gefahr von Hochwasser. Wenn es im hinteren Bereich des Entlebuchs stark regnet, kann der Pegel der kleinen Emme rasant ansteigen und so die Mitarbeiter gefährden. Hierzu nutzt die Bauleitung bestehende Messsonden in der kleinen Emme, welche Pegelschwankungen bis zu einer Stunde im Voraus ankündigen. So können die Mitarbeiter rechtzeitig informiert und in Sicherheit gebracht werden. Ein weiteres Risiko stellt der Fels selber dar, dieser kann jederzeit abstürzen und so Mensch & Material gefährden. Dank Messsonden, die Bewegungen im Felsen frühzeitig erkennen und der laufenden Überwachung können die Arbeiter im Gefahrenbereich jedoch auch hier frühzeitig gewarnt werden.

Die Felswand war vor den Arbeiten dicht bewaldet und begrünt. Das Kloster Werthenstein schien förmlich darüber zu schweben. Und diesen Zustand möchte man wieder anstreben. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Felswand wieder begrünt werden und ca. 5 Jahre später wie damals aussehen.

Die Gesamtkosten für die Felssicherungsmassnahmen belaufen sich auf 4.9 Millionen Franken. Der Bund steuert rund 2 Millionen Franken bei, da das Kloster Werthenstein unter eidgenössischem Denkmalschutz steht und so ein erhaltenswertes Gebäude ist. Der Restbetrag wird durch den Kanton als Eigentümer der Klosteranlage finanziert.

Läuft alles nach Plan, und so sieht es gemäss der Bauleitung zurzeit aus, können die Arbeiten im Frühling 2017 abgeschlossen sein.

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