Velo- und Fussweg Luzern-Horw-Kriens eröffnet

Der zwei Kilometer lange Weg wurde auf dem alten Zentralbahngeleise gebaut

Neuer Velo- und Fussweg von Luzern nach Horw und Kriens Thomas Glatthard (Gebietsmanger LuzernSüd), Adrian Borgula (Vekehrsdirektor Stadt Luzern) und Cyrill Wiget (Gemeindepräsident Kriens), v.l.n.r. Neuer Velo- und Fussweg von Luzern nach Horw und Kriens Neuer Velo- und Fussweg von Luzern nach Horw und Kriens Der neue Velo- und Fussweg auf dem ehemaligen Zentralbahn-Trassee. Der neue Velo- und Fussweg auf dem ehemaligen Zentralbahn-Trassee. Der neue Velo- und Fussweg auf dem ehemaligen Zentralbahn-Trassee.

Nun ist er offiziell eröffnet, der neue Velo- und Fussweg von Luzern nach Horw und Kriens. Der zwei Kilometer lange Weg führt über das ehemalige Trassee der Zentralbahn und bietet eine direkte und schnelle Verbindung vom Steghof in Luzern zum Mattenhof in Kriens.

Seit November 2012 fahrt die Zentralbahn zwischen dem Bahnhof Luzern und der Haltestellte Kriens Mattenhof auf einer unterirdischen Strecke. Auf dem frei gewordenen Trassee wurde nun der knapp zwei Kilometer lange Velo- und Fussweg realisiert. Es gibt einen drei Meter breiten Veloweg und einen zwei Meter breiten Fussweg.

Lichtsensoren erfassen Velofahrer und Fussgänger
Speziell ist die Beleuchtung. Diese wurde an den alten Fahrleitungsmasten der Zentralbahn befestigt. Wenn sich Velofahrer oder Fussgänger den Lampen nähern, werden sie von einem Sensor erfasst. Die Lampen erhöhen die Lichtleistung von zehn auf hundert Prozent. Sobald die Velofahrer oder Fussgänger den Bereich der Lampen verlassen haben, wird das Licht wieder reduziert. Velofahrer und Fussgänger bewegen sich laut den Verantwortlichen somit ständig in optimalem Licht, ohne dass der ganze Weg dauernd beleuchtet werden muss.

Velofahrer und Fussgänger haben keinen Vortritt
Wichtig ist natürlich auch der Sicherheitsaspekt mit dem neuen Weg. Da dieser grossmehrheitlich nicht auf den Hauptstrassen verkehrt, bietet er den Velofahrern und Fussgängern dort optimale und sichere Bedingungen. Wichtig sei jedoch zu beachten, dass Velofahrer und Fussgänger bei Kreuzungen mit der Hauptstrasse wie zum Beispiel bei der Horwerstrasse keinen Vortritt haben, sagt der städtische Verkehrsdirektor Adrian Borgula. Mit weissen Linien am Boden wird dies signalisiert. Fährt man mit dem Velo über diese Linien, so fängt es an zu holpern. So sieht man nicht nur, dass man keinen Vortritt hat, sondern man spürt es auch. Freude am neuen Veloweg hat man natürlich grundsätzlich auch beim Verein Pro Velo Luzern. Doch die Vortrittssituation macht auch dem Co-Präsidenten Nico van der Heiden zu schaffen. Diese sei unglücklich geregelt, er würde lieber einen Vortritt der Velos bevorzugen. Dies ist jedoch gemäss einer Bundesvorschrift nicht möglich.

Kommen eventuell noch Barrieren zum Einsatz?
Damit Velofahrer und insbesondere auch E-Bike-Fahrer genügend abbremsen, wären auch sogenannte Barrieren möglich. Diese würden wie zum Beispiel am Reussweg in der Stadt Luzern versetzt aufgestellt, so dass Velofahrer stark abbremsen müssen, wenn sie vorbei fahren möchten. Ein solcher Einsatz ist Nico van der Heiden jedoch ein Dorn im Auge. Ob solche Barrieren überhaupt geplant ist, ist jedoch offen. Pro Velo Luzern möchte auch, dass die weitere Planung von Velowegen vorangetrieben wird. Es fehle noch das Stück vom Bundesplatz bis zum Bahnhof, welches geschlossen werden müsse.

Früher als geplant
Der Velo- und Fussweg konnte dank des schönen Sommers 2016 rund ein halbes Jahr früher als geplant fertiggestellt werden. Ausstehend sind noch die Umgebungsarbeiten, der Einbau des definitiven Deckbelags sowie die definitive Markierung. Diese Arbeiten werden bis im Frühling 2017 abgeschlossen sein. Es ist vorgesehen, die definitive Fertigstellung des Velo- und Fussweges im Mai 2017 mit einem Fest für die Bevölkerung zu feiern.

Audiofiles

  1. Eröffnung Velo- und Fussweg Luzern - Kriens - Horw. Audio: Philipp Breit

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