Istanbul: Mindestens 39 Tote bei Anschlägen

Ziel waren offenbar Polizisten

Istanbul am Bosporus – die Brücke von Europa nach Asien.

Bei zwei Terroranschlägen in der türkischen Metropole Istanbul sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Über 160 Weitere seien verletzt worden, teilt das türkische Innenministerium mit. Ziel des Anschlags waren offenbar Polizisten im Stadtteil Besiktas.

Kurz nach einem Fussballspiel explodierte im Istanbuler Stadtteil Besiktas am Samstagabend eine Autobombe. Die meisten Besucher des Spiels waren zu diesem Zeitpunkt bereits fort. Vor Ort waren jedoch noch zahlreiche Polizisten, welche offenbar auch das Ziel des Anschlags waren. Davon geht das türkische Innenministerium aus. Kurz nach der ersten Detonation hat sich in einem nahegelegenen Park zudem ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Mindestens 39 Menschen seien bei den beiden Anschlägen ums Leben gekommen und über 160 weitere verletzt worden. 

Besiktas gilt als beliebtes Ausgehviertel in Istanbul. Da die Anschläge jedoch erst explodierten als die Zuschauer des Fussballspieles bereits weg waren, gehen die türkischen Behörden davon aus, dass es sich um politisch motivierte Anschläge handelt. Verdächtigt werden die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK oder deren Splittergruppe TAK. Beide Gruppierungen verübten bereits mehrfach Anschläge auf türkische Sicherheitskräfte. In Frage kommt aber auch der IS, welcher bereits mehrfach Anschläge in der Türkei verübte und zuletzt durch die türkische Armee in Syrien angegriffen wurde. 

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