Stadt Luzern soll auf Parkhaus Musegg verzichten

Grüne und SP-Fraktion fordern einen Rückzug der Stadt und Alternativen

Die Einfahrt ins Parkhaus Musegg: Beim Restaurant Reussbad ginge es unter den Musegg-Hügel. (Visualisierung)

In der Stadt Luzern soll mit dem geplanten Parkhaus Musegg die Innenstadt vom Auto- und Carverkehr entlastet werden. Die Stadt Luzern beteiligt sich zurzeit an den Planungen zum eigentlich privaten Projekt. Diese Zusammenarbeit soll nun aber per sofort beendet werden. Dies fordern die Fraktionen der Grünen, SP-Juso und Grünliberalen mit einem Vorstoss im Luzerner Stadtparlament.

Im entsprechenden Vorstoss heisst es, das Parkhaus-Projekt habe nur negative Auswirkungen auf die Stadt. Für die betroffenen Quartiere rund um das Parkhaus Musegg würde es eine massive Mehrbelastung des Verkehrs geben. Und auch die Risiken beim Bau seien viel zu gross. Sollte das Projekt scheitern, dann würde dies zudem die Rechnung der Stadt Luzern belasten. Aus diesen Gründen soll die Stadt nicht nur die Zusammenarbeit aufgeben, sie soll auch auf die Umzonung und das Baurecht für das Parkhaus verzichten. Die Fraktionen fordern stattdessen Alternativen zu prüfen um das Car-Problem am Schwanenplatz in der Stadt Luzern zu lösen.

Das geplante Parkhaus im Musegghügel sieht Parkplätze für rund 700 Autos und 36 Reisecars vor. Die Initianten rechnen mit Kosten von 150 Millionen Franken. Die Luzerner Bevölkerung wird voraussichtlich im Herbst 2017 über das Projekt abstimmen können.

Kommentieren

comments powered by Disqus