REGA fliegt bei Nebel und Schnee mit Autopilot

Erste Patientin wurde über den Gotthard geflogen

Rega fliegt bei schlechter Sicht neu mit Autopilot Rega fliegt bei schlechter Sicht neu mit Autopilot

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat zum ersten Mal einen Einsatz mit einer Patientin auf einer Instrumentenflugroute des Low Flight Network (LFN) geflogen. Das schweizweite Netz aus Instrumentenflugrouten erlaubt es Helikoptern, auch bei schlechter Sicht wie Nebel oder Schneefall auf vordefinierten Routen zu fliegen. Seit Anfang Dezember 2016 sind zwei Routen für den Einsatz zugelassen. Damit kommt die Rega ihrer Vision „Retten bei jedem Wetter“ einen weiteren Schritt näher.

Derzeit können in der Schweiz gegen 600 Patientinnen und Patienten pro Jahr wegen schlechten Wetters nicht aus der Luft versorgt werden. Um dies zu ändern hat die Rega verschiedene Massnahmen lanciert. Seit 1. Dezember 2016 sind nun die beiden Hauptrouten Nord-Süd (über den Gotthardpass) und Ost-West (von St.Gallen bis Lausanne) des für den Einsatz zugelassen.

Die Rega arbeitet seit längerem gemeinsam mit der Schweizer Luftwaffe, der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide sowie dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) an der Etablierung und Inbetriebnahme des LFN. Das auf Satellitennavigation basierende Netzwerk verbindet sowohl Flugplätze als auch Spitäler und kleinere Flugplätze mit speziell konzipierten Anflügen miteinander. Wie auf einer Autobahn fliegt der Helikopter mittels Autopiloten einer im Flugrechner gespeicherten Flugroute nach – ein entscheidender Sicherheitsgewinn und Voraussetzung, damit Helikopter auch bei schlechter Sicht im Instrumentenflugverfahren fliegen können. „Die Inbetriebnahme des LFN ist für alle Partner ein grosser Schritt und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ sagt Chefpilot Heinz Leibundgut. In der nächsten Ausbauphase sollen weitere Spitäler und Regionen, wie zum Beispiel das Engadin, an das LFN angeschlossen werden.

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