Raiffeisenbanken LU, OW und NW setzen auf Digitalisierung

Virtuelle Bankberatung soll kleinen Filialen helfen

Oliver Britschgi, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Obwalden sowie Kurt Sidler, Präsident des Regionalverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden

Die Raiffeisenbanken Luzern, Ob- und Nidwalden können auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Dennoch stehen die verschiedenen Regionalbanken vor grossen Herausforderungen.

Trotz schwierigen Marktbedingungen erwirtschafteten die Raiffeisenbanken der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 14,7 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Regionalverband der Raiffeisenbanken der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden am Dienstag mit.

Mehr Hypotheken verkauft
Die auf das Hypothekargeschäft spezialisierte Genossenschaftsbankgruppe konnte in ihrem Stammgeschäft nochmals zulegen. 2016 ist das Hypotheken-Volumen um 3,9 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken gewachsen.

Auch sind den Raiffeisenbanken im vergangenen Geschäftsjahr 6,3 Prozent mehr Kundengelder zugeflossen. Total verwaltet die Raiffeisen in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden per Ende 2016 rund 11 Milliarden Franken.

Steigende Kosten in schwierigem Umfeld
Der guten Ertragslage stehen wegen dem Wandel der Finanzbranche grosse Kosten gegenüber. Der Aufwand der Raiffeisenbanken in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden ist 2016 um 4,5 Prozent auf 99,3 Millionen Franken gestiegen. Gewachsen sind vor allem die Ausgaben für die Geschäftsstellen und für neue digitale Technologien (+5,9 Prozent). 

Das Kostenwachstum ist vor allem eine Folge der zunehmenden Digitalisierung im Bankengeschäft. Ob Bezahlen mit dem Smartphone, die Kontoeröffnung übers Internet oder die Online-Hypothek  immer mehr Bankdienstleistungen bieten die Raiffeisenbanken digital an. Die Einführung solcher digitalen Technologien sei eine grosse Herausforderung, betonte Kurt Sidler, Präsident des Regionalverbands der Raiffeisenbanken Luzern, Ob- und Nidwalden, gegenüber Radio Pilatus. Hinzu komme, dass die Kunden diese Angebote erst zurückhaltend nutzen würden.

Audiofiles

  1. Hypotheken für "Arme": Die Idee der Raiffeisenbank. Audio: David von Moos

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