Luzerner Stadtregierung kritisiert Spange Nord

Verkehrsprojekt verursache viel Lärm und habe nicht die gewünschte Wirkung

So trifft die Spange Nord das Luzerner Maihofquartier Das Projekt Bypass Luzern

Die Luzerner Stadtregierung hat erneut das kantonale Strassenprojekt Spange Nord kritisiert. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtstrassenprojekts Bypass, welches die Strassen in und rund um die Stadt Luzern vom Verkehr entlasten soll. Für die Stadt Luzern gehen die Ideen vom Kanton zu weit. 

Zu gross seien die negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität und das Stadtbild, sagte der Stadt-Luzerner Verkehrsdirektor Adrian Borgula gegenüber Radio Pilatus. Mehr Lärm, eine starke Trennwirkung und für das Projekt zu fällende Bäume seien die Folge der Spange Nord, so Borgula weiter. Auch den Spurausbau in der heute schon stark befahrenen und engen oberen Zürichstrasse kann die Stadtregierung nicht akzeptieren. Hinzu komme, dass durch die zusätzlichen Fahrspuren am Schlossberg der bereits knappe Bewegungsraum für die Kinder des Schulhauses Maihof eingeschränkt wird, schreibt die Stadt Luzern in einer Mitteilung.

Ganz anders sieht dies der Kanton Luzern. Die Spange Nord sei für das Gesamtprojekt zentral. Man werde deshalb mit der Stadt-Regierung das Gespräch suchen, um das Projekt noch weiter zu optimieren, so der kantonale Baudirektor Robert Küng gegenüber Radio Pilatus. Dem Kanton sei bewusst, dass man ohne die Unterstützung der Stadt-Regierung eine Abstimmung über die Spange Nord nicht gewinnen könne, so Küng weiter.

Audiofiles

  1. Luzerner Stadtregierung kritisiert Spange Nord. Audio: Sämi Deubelbeiss

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