Demenz: Der Kanton Luzern handelt

Mehr Pflegeplätze sollen Angehörige entlasten

Pflege im Altersheim (Symbolbild)

Im Kanton Luzern gibt es immer mehr Personen, die an Demenz erkranken. Darauf haben Kanton und Gemeinden nun reagiert. Gestern haben sie eine gemeinsame Strategie vorgestellt. 

Der Kanton Luzern will zusammen mit den Gemeinden mehr tun für Demenzkranke und deren Angehörige. Die Kantonsregierung hat gestern eine entsprechende Demenzstrategie präsentiert. "Diese soll dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten, die Akzeptanz in der Gesellschaft zu fördern und die Unterstützung der Angehörigen zu stärken", schreibt die Luzerner Kantonsregierung in einer Medienmitteilung. Der gesellschaftlichen Herausforderung von Demenz könne man nur gemeinsam begegnen. Eine Demenzerkrankung bringe viele Fragen mit sich, die aus gesellschaftlicher und individueller Perspektive beantwortet werden müssten. 

Mehr als nur Papier

Die Demenzstrategie gebe nun die Stossrichtung für Massnahmen für den Umgang mit Demenz vor. «Es geht hier nicht bloss um eine Strategie, sondern um Betroffene, die dabei im Mittelpunkt stehen», sagte der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf anlässlich der Medienorientierung.

Konkret geht es um die Entlastung der Angehörigen, etwa durch Pflegehilfen, Notfallbetten und das Angebot von betreuten Tagesstrukturen. Auch die Information der Bevölkerung soll verstärkt werden. Dadurch erhofft sich der Kanton Luzern einen offeneren Umgang mit Demenz und eine bessere Integration von Demenzkranken in der Gesellschaft. 

Massiv mehr Demenzkranke 

Derzeit leben im Kanton Luzern rund 5'700 Personen mit Demenz. Bis ins Jahr 2030 werde sich diese Zahl verdoppeln, schätzt die Luzerner Kantonsregierung. 

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