Explosion in französischem Atomkraftwerk

Fünf Personen mit leichten Rauchvergiftungen

Im Atomkraftwerk Flamanville in Nordfrankreich hat es nach einem Brand im Maschinenraum eine Explosion gegeben. Eine Sprecherin der zuständigen Präfektur sagte gegenüber der Nachrichtenagentur DPA, dass für die Bevölkerung kein Strahlenrisiko bestehe. Fünf Mitarbeitende erlitten eine leichte Rauchvergiftung.

Der Kraftwerksbetreiber EDF teilte mit, dass der Brand am Vormittag im nicht-nuklearen Teil der Anlage ausgebrochen sei und die Detonation verursacht habe. Das Feuer sei von den Mitarbeitern sofort gelöscht worden  Der Reaktorblock 1 sei abgeschaltet worden, wie dies bei solchen Zwischenfällen vorgesehen ist. Das Atomkraftwerk Flamanville befindet sich im Norden Frankreichs am Ärmelkanal.

Dreissigjährige Reaktoren

Das Atomkraftwerk in der Normandie besteht aus zwei Reaktoren mit einer Leistung von jeweils 1300 Megawatt, die 1985 und 1986 ans Netz gingen. In Flamanville wird zudem ein neuer Reaktor des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) gebaut - das Projekt macht immer wieder Schlagzeilen, weil es sich bereits mehrfach verzögerte. Frankreich betreibt insgesamt 58 Atomreaktoren, drei Viertel seines Stroms kommen aus der Kernkraft.

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