Trumps Sicherheitsberater schon wieder weg

Gespräch mit russischem Vertreter als Stolperstein

Michael Flynn tritt bereits nach vier Wochen zurück

Seit vier Wochen ist Donald Trump US-Präsident, nun hat es bereits den ersten Rücktritt gegeben. Trumps oberster Sicherheitsberater Michael Flynn verlässt sein Amt. Das bestätigte das Weisse Haus.

Grund für den Rücktritt sind umstrittene Russland-Kontakte. Flynn stolperte über ein Telefongespräch, das er mit einem Vertreter Russlands vor Antritt der neuen US-Regierung über das Thema Sanktionen geführt hatte. Laut Medienberichten soll er dabei auch über die US-Sanktionen gegen Russland gesprochen haben. Die damalige Justizministerin sei zum Schluss gekommen, dass er sich damit möglicherweise erpressbar gemacht habe.

Länger bekannt
Flynns Gespräch mit dem Botschafter war bereits vor einigen Wochen bekannt geworden. Er hatte das Gespräch zunächst bestätigt - aber bestritten, dass es darin um die Sanktionen gegangen sei, die der scheidende Präsident Obama als Reaktion auf die russischen Hackerangriffe im US-Wahlkampf verhängt hatte. Später sagte Flynn, er könne sich nicht mehr genau an das Gespräch erinnern. Neuer nationaler Sicherheitsberater wird Keith Kellogg. Der 72-jährige Vietnam-Veteran hatte Trump während des Wahlkampfs in Sicherheitsfragen beraten. 

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