Hat Novarits Impfstoffe an Menschen getestet?

Gemäss der Zeitschrift Beobachter klagt ein Obdachloser

Der Pharmakonzern Novartis soll ein Impfstoss an Obdachlosen getestet haben.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis soll einen neuen Impfstoff an polnischen Obdachlosen getestet haben. Dabei handelt es sich um einen Stoff gegen die Vogelgrippe. Laut der Zeitschrift Beobachter fordert nun ein betroffener Obdachloser eine finanzielle Entschädigung von der Novartis.

Insgesamt geht es um fünf Millionen Franken, welche der Obdachloser über einen Zürcher Anwalt bei Novartis einfordert. Der Obdachlose gab an, 2007 Teil der Studie gewesen zu sein. Gewusst habe er dies jedoch nicht. Denn ihnen sei gesagt worden, es handle sich um eine ganz normale, saisonale Grippeimpfung. Laut Beobachter hat Novartis für die Tests mehrere Labors engagiert. Diese testeten den Impfstoff anschliessend in Litauen, Tschechien und Polen, unter anderem eben auch in einem Obdachlosenheim.

Besonders in Polen seien die Umstände besonders dubios gewesen. So hätten viele der Testpersonen nie eine Einverständniserklärung unterschrieben. Es seien rund 300 Fälle bekannt. Etwa 20 Personen seien nach den Impfungen 2007 gar gestorben.

Auch wenn Novartis die Testreihe nicht selber durchführte, ist der Konzern gemäss Forschungsgesetz dafür verantwortlich. Gegenüber dem Beobachter gab der Pharmakonzern an, keine Kentnis von dem Fall zu haben und betonte, dass sämtliche ethischen Werte stets eingehalten würden.

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