Die Sika will doch nichts mit Trumps Mauer zu tun haben

Mediensprecher dementiert Aussagen von CEO und Nordamerika-Chef

Sika CEO, Jan Jenisch Sika Hauptsitz in Baar

Der Baarer Bauchemie-Konzern Sika krebst zurück. Die Firma distanziert sich nun offiziell von einer allfälligen Mauer an der Grenze zu Mexiko. Das berichtet das Onlineportal Zentralplus. Vergangene Woche hatte es noch geheissen, man wolle an der Mauer von US-Präsident Donald Trump mitverdienen.

«Wenn Trump die Mauer tatsächlich baut - in welcher Form auch immer, dann sind wir auch beteiligt», sagte Sika-Chef Jan Jenisch noch am Freitag, 24. Februar 2017, an der Medienkonferenz zum Jahresergebnis des Konzerns. Ins gleiche Horn blies am Abend der Nordamerika-Chef der Sika. Gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF sagte Christoph Ganze, dass die Sika vor Ort sein und entsprechend auch Material liefern werde, sollte Trump die Mauer an der Grenze zu Mexiko tatsächlich bauen. In Medien und Politik sorgten diese Aussagen für Kritik.

Kalte Füsse bekommen

Eine Woche später nun dementiert der Mediensprecher der Sika, Dominik Slappnig, gegenüber dem Onlineportal Zentralplus die Aussagen des CEOs und des Nordamerika-Chefs. Die Sika wolle einfach allgemein an den Bauprojekten von Trump mitverdienen. Die Sika sei aber nicht für den Bau der Mauer und die Sika sei auch nicht daran beteiligt.

Sika-CEO Jan Jenisch war für eine Stellungnahme zu den Aussagen seines Mediensprechers für Radio Pilatus nicht erreichbar, ebenso der Mediensprecher selbst.

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