Stiftung für Asbest-Opfer gegründet

Ab Mitte Jahr gibt es finanzielle Unterstützung

Ein Arbeiter entfernt Asbest in einem Haus in Luzern.

In der Schweiz gibt es ab Mitte des Jahres eine Stiftung für Asbest-Opfer. Betroffene und deren Angehörige erhalten dort finanzielle Unterstützung. Gegründet wurde die Stiftung nach einem Runden Tisch, den Bundesrat Alain Berset vor zwei Jahren einberufen hatte. 

Alle Personen, die nach dem Jahr 2006 wegen Asbest einen bösartigen Tumor bekommen haben, können sich bei der Stiftung "Entschädigungsfonds Asbest" melden. Pro Jahr trifft es laut einem Bericht des Runden Tisches etwa 120 Personen. Betroffene sollen auch bessere psychologische Hilfe erhalten. 

Seit 1990 verboten

Asbest ist eine spezielle Faser, welche vor allem in den 60er und 70er-Jahren auf dem Bau oder auch in der Industrie gebraucht wurde. Es war unter anderem sehr gut geeignet, um zu dämmen. Seit 1990 ist Asbest in der Schweiz und diversen anderen Ländern aber verboten, nachdem nachgewiesen worden ist, dass Asbest durch das Einatmen der Fasern Krebs verursachen kann. 

Die Stiftung verfügt über ein Startkapital von sechs Millionen Franken und Zusagen von 24 Millionen Franken. 

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