NW: Gemeindeversammlung soll einbürgern

Nidwaldner Regierung setzt bei Gesetzesrevision auf Tradition

Dorfplatz in Stans

Im Kanton Nidwalden soll weiterhin ausschliesslich die Gemeindeversammlung über Einbürgerungen entscheiden. Zu diesem Schluss kommt die Regierung nach der Vernehmlassung zum revidierten Bürgerrechts-Gesetz.

Wie die Regierung mitteilte, sei zwar knapp die Mehrheit der Gemeinden dafür, dass künftig der Gemeinderat oder eine Kommission für die Einbürgerungen zuständig ist. Allerdings wollten zwei der drei grossen Parteien im Nidwaldner Kantonsparlament, dass weiterhin die Gemeindeversammlung einbürgert.

Die Nidwaldner Regierung hält deshalb am bisherigen Ablauf fest. Die Einbürgerungen sollen nicht zu einer Aufgabe der Verwaltung werden. Wenn die Gemeindeversammlung einbürgert, fördere dies die Integration und das Zusammengehörigkeitsgefühl, so die Regierung.

Wer sich in Nidwalden einbürgern lassen will, muss zudem nachweisen, dass er eine Landessprache beherrscht. Als nächstes entscheidet nun das Kantonsparlament über revidierte Bürgerrechts-Gesetz.

 

 

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