Neues Bekenneschreiben nach Anschlag auf BVB-Bus

E-Mail mit rechtsradikalen Tönen aufgetaucht

Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Fussball-Bundesligisten Borussia Dortmund vom Dienstag ist ein weiteres angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Die E-Mail ging beim Berliner Tagesspiegel ein.

Dabei handelt es sich um ein Bekennerschreiben mit rechtextremistischen Tönen. Der anonyme Verfasser bezieht sich laut «Tagesspiegel» auf Adolf Hitler und hetzt gegen «Multikulti». Zudem droht der Verfasser mit einem weiteren Anschlag. Das Schreiben wird nun von der deutschen Bundesanwaltschaft auf seine Echtheit überprüft. Es müsse überprüft werden, ob das Schreiben tatsächlich mit der Tat zu tun habe oder ob es sich allenfalls um einen Trittbrettfahrer handle, verlautete es aus Sicherheitskreisen.

Zweifel an bisherigen Bekennerschreiben
Direkt nach dem Anschlag am Dienstag waren am Tatort bereits gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund gefunden worden. An deren Echtheit gibt es allerdings immer mehr Zweifel. So habe eine islamwissenschaftliche Untersuchung ergeben, dass das Papier vermutlich nicht von Islamisten verfasst wurde. Möglicherweise hätte der oder die Verfasser eine radikalislamische Motivation nur vorgetäuscht.

Am Dienstagabend waren in Dortmund in der Nähe des Mannschaftsbusses des Fussballklubs Borussia Dortmund drei Sprengsätze explodiert. Dabei wurden der BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

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