Nach Tat in St. Urban: 33-Jähriger sitzt in Haft

Hintergründe unklar - Männer kannten sich nicht

Psychiatrische Klinik St. Urban

Der 33-jährige Mann, der in der Nacht auf Freitag in der psychiatrischen Klinik St. Urban im Kanton Luzern einen 85-jährigen Mitpatienten tödlich verletzt hat, ist in Haft. Er wurde in einer spezialisierten Institution untergebracht.

In dieser Institution werde dafür gesorgt, dass der Mann selbst und auch sein Umfeld sicher seien. Das sagte Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Auch die medizinische Behandlung für den Mann sei gewährleistet. Die Staatsanwaltschaft Sursee leitete bereits am Freitag eine Untersuchung zum Fall ein. Es seien unter anderem Befragungen des Angreifers und auch des Personals in der Klinik St. Urban geplant.

In selbem Zimmer
Der 33-jährige Kosovare, welcher in der Schweiz wohnt, war erst kurz vor dem Angriff in die Klinik gekommen, ebenso der von ihm tödlich verletzte 85-jährige Mitpatient. Die Männer hatten sich in der Nacht auf Freitag ein Zimmer geteilt. In dem Raum sei die Spurensicherung im Gang, sagte der Polizeisprecher weiter.

Sie kannten sich nicht
Die beiden Männer hätten sich nicht gekannt, sagte der Chefarzt der Stationären Dienste, Julius Kurmann, schon am Freitag der Nachrichtenagentur sda. Der Vorfall sei sehr "überraschend" erfolgt. Wenn es Hinweise auf Aggressivität gegeben hätte, wäre der Mann isoliert untergebracht worden. Wie es zum Zwischenfall kommen konnte wird nun von der Staatsanwaltschaft Sursee überprüft. 

Bisherige Berichterstattung zum Fall.

Kommentieren

comments powered by Disqus