Macron gewinnt 1. Wahlgang vor Le Pen

Herbe Niederlage für die etablierten Parteien in Frankreich

Wahlfeier der Anhänger von Emmanuel Macron.

Der europafreundliche Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hat im ersten Wahlgang ums Präsidentenamt in Frankreich gestern am meisten Stimmen geholt. Er lag mit 23,75 Prozent vor der Chefin des Front National, Marine Le Pen. Sie holte 21,53 Prozent der Stimmen.

Die beiden treffen somit in der Stichwahl vom 7. Mai aufeinander. Der konservative Kandidat François Fillon lag nach Auszählung aller Stimmen mit 19,91 Prozent auf Rang drei, wie das französische Innenministerium am Montagmorgen mitteilte. Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon erreichte 19,64 Prozent.

Die Kandidaten der 60 Jahre lang das Staatsoberhaupt stellenden Konservativen oder Sozialisten schafften es nicht in die zweite Runde. Für diese sagten die noch am Abend veröffentlichte Umfragen dem unabhängigen Macron fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit vorher. Macron kündigte an, er wolle das europäische Projekt erneuern und sich rasch eine Mehrheit im Parlament verschaffen.

Insgesamt waren rund 47 Millionen Franzosen zur Abstimmung aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 80 Prozent.

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