Luzerner Gewerbler sagen Nein zu mehr Steuern

Komitee kämpft gegen geplante Steuererhöhung

Bruno Käch, Präsident Zentralschweizer Vereinigung diplomierter Steuerexperten und Präsident Komitee "Gewerbler gegen höhere Steuern" stellt sich gegen die geplante Steuererhöhung im Kanton Luzern

Im Kanton Luzern stellt sich ein bürgerliches Wirtschaftskomitee gegen die geplante Steuererhöhung auf 1,7 Einheiten. Darüber wird am 21. Mai an der Urne entschieden.

Mit dieser Erhöhung verschlechtert der Kanton seine Position im Zentralschweizer Steuerwettbewerb, argumentiert das Komitee «Gewerbler gegen höhere Steuern». Zudem steige die Gefahr, dass Firmen in andere Kantone abwandern könnten. Das Komitee will sich nun generell gegen Steuererhöhungen wehren, hiess es an einer Medienkonferenz.

Eine Steuererhöhung sei nicht nachvollziehbar. Umso weniger, als die Regierung bei der letzten Erhöhung im 2014 versprochen hatte, die Steuern in diesem Jahr wieder zu senken, sagte Bruno Käch, Präsident Zentralschweizer Vereinigung diplomierter Steuerexperten. Er befürchtet jetzt noch weitere Steuererhöhungen.

Steuererhöhung bringt 64 Mio Mehreinnahmen

Für die Luzerner Kantonsregierung führt hingegen kein Weg an der geplanten Steuererhöhung vorbei. Diese spült dem Kanton Luzern 64 Millionen Franken in die Kantonskasse. Bei einem Nein müssten diese 64 Millionen Franken anderweitig eingespart werden. Klar gegen die Steuererhöhung stellt sich auch die SVP des Kantons Luzern. Sie ergriff nach der Debatte im Kantonsparlament das Referendum gegen den Entscheid. Darüber entscheiden kann jetzt das Stimmvolk im Kanton Luzern, dies am 21. Mai an der Urne.

Audiofiles

  1. Luzerner Gewerbler wollen keine Steuererhöhung im Kanton Luzern. Audio: Carmen Zettel

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