Schweiz: Rund 7 Prozent sind einkommensarm

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz unter dem Durchschnitt

Armut / Sozialhilfe (Symbolbild)

Sieben Prozent der Schweizer Bevölkerung war im Jahr 2015 von Einkommensarmut betroffen. Das sind rund 570'000 Personen. Dies zeigen die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik.

Als Arm gilt, wer als Einzelperson weniger als 2'200 Franken oder wer als Familie mit zwei Kindern weniger als 4'000 Franken pro Monat zur Verfügung hat. Insgesamt waren im Jahr 2015 in der Schweiz 570'000 Personen von Einkommensarmut betroffen. Knapp 145'000 davon waren erwerbstätig, teilt das Bundesamt für Statistik mit. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Armutsquote kaum verändert. 

Erhöhtes Risiko für Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern

Besondere Risikogruppen waren wie in den Vorjahren Personen in Haushalten ohne Erwerbstätige, alleinlebende Erwachsene im Erwerbsalter, Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren sowie Personen ohne abgeschlossene Berufslehre oder ohne höheren Schulabschluss. Zudem war auch die Armutsquote de Ausländerinnen und Ausländer aussereuropäischer Herkunft deutlich höher als diejenige der Gesamtbevölkerung.

Befragt wurden rund 7'500 Haushalte mit etwas über 17'000 Personen. Im europäischen Vergleich liegt die Armutsquote der Schweiz mit gut 15 Prozent nach wie vor unter dem Durchschnitt (17 Prozent).

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