Bei Wahlen in Luzern soll künftig ein Kreuz genügen

Regierung will Wahllisten bei Personenwahlen abschaffen

Die Luzerner Regierung: Robert Küng (FDP), Marcel Schwerzmann (parteilos), Reto Wyss (CVP), Guido Graf (CVP) und Paul Winiker (SVP).

Drei Kandidaten wollten bei den vergangenen Regierungsratswahlen in Luzern einen von zwei freien Sitzen ergattern. Für die Wahl erhielt das Stimmvolk jedoch ganze zehn Wahllisten. Diese Flut von Listen mache keinen Sinn und verwirre die Wähler nur. Deshalb soll es sie künftig nicht mehr geben. Das verlangten die Grünen mit einem Vorstoss. 

Die Luzerner Kantonsregierung unterstützt nun diesen Vorstoss der Grünen. Durch die vielen Listen würden die Wahlen nur komplizierter und das Risiko, dass es ungültige Stimmen gibt, sei dadurch grösser. Die Idee der Grünen sieht vor, dass es künftig nur noch eine Liste mit den Namen aller Kandidaten darauf gibt. Die Wähler können dann einfach die Namen jener Personen ankreuzen, welche sie wählen möchten.

Die Anpassung soll bei sämtlichen Majorzwahlen, den Personenwahlen, zum Zug kommen. Konkret davon betroffen wären die Regierungsratswahlen, die Regierungswahlen in den Gemeinden sowie die Wahl der Luzerner Ständeräte. Gemäss der Kantonsregierung könnten damit zudem bis zu 40'000 Franken an Druckkosten gespart werden. Als nächstes entscheidet das Luzerner Kantonsparlament.

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