Deutschschweizer erhalten früh ein Sackgeld

Die meisten sogar, ohne dafür etwas leisten zu müssen

Schweizer Banknoten (Symbolbild)

Zwei Drittel der Schweizer Kinder erhalten Sackgeld, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Dies zeigt eine Studie der Credit Suisse. Die regionalen Unterschiede im Umgang mit Sackgeld sind jedoch gross.

Die typischen Sackgeldbeträge seien eher klein, heisst es in der Studie, die auf Antworten von über 14'000 erwachsenen Personen beruht. Ein 10-jähriges Kind erhält im Durchschnitt 14 Franken im Monat, ein 12-jähriges 23 Franken. Die Kinder dürfen in der Regel frei darüber verfügen.

Grosse regionale Unterschiede

Die meisten Kinder erhalten zwischen sechs und zehn Jahren zum ersten Mal Taschengeld. Die Studie zeigt allerdings, dass die regionalen Unterschiede riesig sind: Während in der Deutschschweiz bereits zwei Drittel aller 7-Jährigen ein Sackgeld erhalten, sind es in der Romandie lediglich knapp ein Fünftel. Im Tessin ist der Unterschied noch deutlicher: Hier ist das Verständnis für Geld als Zahlungsmittel gemäss den Eltern überhaupt erst ab 8 Jahren vorhanden. Die Tessiner sind aber schlussendlich am grosszügigsten.

Guten Umgang mit Geld vermitteln

Für die Mütter und Väter ist es gemäss der Studie wichtig, den Kindern einen guten Umgang mit Geld zu vermitteln. Die grosse Mehrheit der Eltern erachtet die Finanzerziehung als wichtig und als etwas, das sie selber leisten müssen und nicht an die Schule delegieren können.

Audiofiles

  1. Wie viel Sackgeld bekommen Schweizer Kinder. Audio: Selina Linder / Fabian Kreienbühl

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