Impfstoffe werden in der Schweiz immer knapper

Schweizer Ärzte legen sich Impfstofflager an

Nicht jeder der eine Impfung braucht, erhält auch eine.

Wer in der Schweiz eine Impfung braucht, muss unter Umständen damit rechnen, dass er diese nicht erhält. Nicht weil die Ärzte nicht impfen wollen, sondern weil das Medikament nicht verfügbar ist. Zurzeit herrscht ein regelrechter Impfstoffmangel, berichtet der Tagesanzeiger.

Schweizer Ärzte müssen inzwischen damit umgehen, dass nicht alle Patienten, welche eine Impfung brauchen, auch eine bekommen. Bei einer Starrkrampf-Kombiimpfung beispielsweise kann es sein, dass ein Unfallopfer einer Schwangeren vorgezogen wird. Für die Lieferprobleme gibt es vor allem zwei Gründe: Erstens sei die Nachfrage weltweit extrem gestiegen und Zweitens gäbe es weltweit immer weniger Hersteller. Diese decken jedoch den Weltmarkt ab. Gibt es bei einem solchen Hersteller beispielsweise in der Produktion ein Problem, dann hat dies schwerwiegende Auswirkungen.

Schweizer Ärzte und Impfexperten fordern jetzt, dass der Bund eingreift. Wie in anderen Ländern auch, soll der Einkauf von Impfstoffen zentral geregelt werden und nicht durch die einzelnen Ärzte. Das Bundesamt für Gesundheit prüft diese Variante momentan. Allerdings bräuchte es dazu noch eine Gesetzesänderung.

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