Kanton Luzern stellt sich gegen Pläne der SBB

Regionalverkehr soll nicht unter Viertelstundentakt leiden

Bahnhof Luzern

Die SBB sind überzeugt, dass künftig jede Viertelstunde Züge zwischen Luzern und Zürich fahren könnten – und zwar ohne, dass in Luzern ein Durchgangsbahnhof gebaut wird. Die Luzerner Regierung hält von dieser Idee wenig. Das schreibt sie in einer Stellungnahme, die heute auf der Internetseite des Kantons veröffentlicht wurde.

Der Kanton Luzern würde sich freuen, wenn mehr Züge zwischen Luzern und Zürich verkehren würden. Jedoch nur dann, wenn der Regionalverkehr nicht darunter leidet. Genau davon geht der Kanton aber aus, wie er in einer Stellungnahme schreibt. Der Vorschlag der SBB sei zu stark auf den Ausbau des Fernverkehrs ausgerichtet. Für Fahrgäste aus beispielsweise Dagmersellen, Nebikon oder Wauwil würden sich die Fahrzeiten gemäss dem Kanton verlängern. Zudem würden weniger Züge an kleinen Bahnhöfen anhalten, weswegen mehr Busse eingesetzt werden müssten. Diese Lösung würde wiederum mehr Kosten verursachen.

Viertelstundentakt nur mit Durchgangsbahnhof

Für den Kanton Luzern sei daher klar, dass in Luzern ein Durchgangsbahnhof gebaut werden müsse. Nur mit diesem sei der Viertelstundentakt zwischen Luzern und Zürich möglich. Wegfallende Anschlüsse und Verbindungen sowie längere Fahrzeiten seien Nachteile, die von den Fahrgästen nicht akzeptieren würden und nur mit dem Durchgangsbahnhof vermieden werden könnten. 

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