Gentechnik: Forscher reparieren menschliches Erbgut

Verhinderung vieler Erbkrankheiten möglich

Erbgut: DNA-Strang

Die Forschung und Veränderungen von menschlichen Embryonen ist ein sehr umstrittenes Thema. Für Befürworter geht es um die Prävention von Krankheiten, Gegner befürchten Designer-Babies. Einem US-Forschungsteam der Universität Portland ist es nun gelungen, einen Gendefekt bei Embryonen zu korrigieren. 

Laut dem Fachmagazin «Nature» haben die Wissenschaftler erfolgreich versucht, einen Gendefekt zu korrigieren. Ohne diese Behandlung hätte der Gendefekt zu einer Herzmuskelverdickung geführt. Die Forscher konnten den Gendefekt gezielt beheben, ohne den Rest des Erbguts zu beschädigen. 

Mit diesem Verfahren könnten künftig tausende Erbkrankheit verhindert werden, schreiben die US-Forscher. Die Embryonen mit dem reparierten Erbgut seien aber keiner Frau eingepflanzt, sondern wenige Tage nach dem erfolgreichen Test vernichtet worden. 

Bereits in der Vergangenheit haben Forscher Embryonen genetisch verändert. Vor neun Jahren ist es britischen Forschern gelungen, einen Embryo mit dem Erbgut von drei Eltern zu schaffen. 

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