Inseli-Initiative: Gegenkampagne lanciert

Komittee der Initiativ-Gegner macht sich für Carparkplätze stark

Der Carparkplatz Inseli in Luzern.

In Luzern sollen die Car-Parkplätze beim Inseli verschwinden. Die Stadtregierung befürwortet die Juso-Volksinitiative "Lebendiges Inseli statt Blechlawine". Ohne die bestehenden 32 Car-Parkplätze vergrössert sich die Grünfläche auf dem Inseli um rund einen Drittel. Längerfristig will die Luzerner Stadtregierung das ganze linke Seeufer weiterentwickeln.

«Lebendiges Inseli statt Blechlawine»: Mit dieser Volksinitiative verlangt die JUSO, dass die Carparkplätze beim Inseli in Luzern aufgehoben werden. Dadurch wollen die Initianten das Inseli aufwerten. Heute haben die Gegner der Initiative ihre Gegenkampagne «Unser Inseli für Alle» lanciert.

Die Argumente der Gegenkampagne lauten:

  • Der Erholungsraum Inseli ist bei Einheimischen sowie Touristen beliebt. Die Annahme der Initiative würde dieses Nebeneinander zerstören.
  • Durch die Verschiebung der Carparkplätze würde es zu weiteren Verkehrsproblemen kommen.
  • ‘’Chilbibahnen’’ und ‘’Määsstände’’ werden bei einem Ja über ein grösseres Gebiet verteilt. Dadurch verliert die ‘’Määs’’ ihren Charme.

Die Juso hatten ihre Initiative im Mai 2015 eingereicht. Zentraler Punkt darin ist die Aufhebung der 32 Car-Parkplätze. Da inzwischen klar ist, dass das Musiktheater "salle modulable" auf dem Inseli nicht realisiert wird, stellt sich die Stadtregierung ebenfalls hinter die Juso-Initiative. Die Abstimmung dazu findet am 24. September dieses Jahres statt. Wird die Initiative angenommen, dann sollen die Car-Parkplätze spätestens 2020 verschwinden.

Zwischennutzung geplant

Bis zur definitiven Umgestaltung sollen die Parkplätze danach im Rahmen einer Testphase zwischengenutzt werden. Die Stadtregierung kann sich beispielsweise eine Strandbar vorstellen, aber auch ein Skaterpark oder Urban Gardening wären möglich, erklärten die Verantwortlichen. Für die weitere Planung auf dem Inseli soll das Stadtparlament einen Projektierungskredit von 600'000 Franken sprechen.

Langfristig das ganze Linke Seeufer weiterentwickeln

In einem weiteren Schritt will die Stadtregierung das gesamte linke Seeufer vom Inseli bis zum Tribschenhorn weiterentwickeln. Dafür müssen diverse Fragen beantwortet werden, sagte Baudirektorin Manuela Jost: "Braucht es ein zusätzliches gastronomisches Angebot? Ist die Määs noch am richtigen Ort? Was passiert mit dem Kiesverlad?" Dafür wird nochmals ein Projektierungskredit von 775'000 Franken beantragt.

Die Abstimmung über die Inseli-Initiative ist am 24. September.

Audiofiles

  1. Die Gegenkampagne gegen die Inseli-Initiative ist lanciert.. Audio: Yanik Probst

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