Bondo: Vermisste Wanderer wohl tot

Polizei nimmt an, dass sie vom Felssturz erfasst wurden

Das Dorf Bondo nach dem Felssturz am 23. August 2017.

Nach dem Felssturz am vergangenen Mittwoch in Bondo GR werden immer noch acht Personen vermisst. Die Suche nach ihnen ist vorläufig eingestellt.

Nach wie vor könnte es oberhalb von Bondo im Kanton Graubünden zu weitere Felsabbrüchen und Murgängen kommen. Deshalb bleibt die Rettungsaktion für die vermissten acht Wanderer eingestellt. Das teilte am Morgen die Kantonspolizei Graubünden mit.

Vermisste sind wohl tot

Die Polizei geht unterdessen davon aus, dass die Wanderer beim Felssturz getötet wurden. Die Hinweise hätten sich verdichtet, dass sie sich zum Zeitpunkt des Felssturzes tatsächlich im Gebiet aufgehalten hatten. Es handelt sich um zwei Personen aus der Schweiz, zwei aus Österreich und vier aus Deutschland.

Gelände wird gesichert

Alle Einsatzkräfte seien nach wie vor im Einsatz, teilte die Kantonspolizei Graubünden mit. Es könnten allerdings nur die nötigsten Arbeiten gemacht werden, um das Dorf Bondo vor weiteren Felsabbrüchen zu schützen.

Felssturz am Mittwoch

Am vergangenen Mittwochmorgen hatte sich eine gewaltige Felsmasse vom 3369 Meter hohen Piz Cengalo, der an der Grenze zu Italien steht, gelöst. Vier Millionen Kubikmeter Gestein donnerten ins Val Bondasca bis hinunter zum Dorf Bondo.

 

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