Bundesrat will Roaming-Gebühren bekämpfen

Das geänderte Fernmeldegesetz geht nun ins Parlament

Geht es nach dem Willen des Bundesrates, ist es mit unverhältnismässig hohen Roaming-Gebühren bald vorbei. Und auch unerwünschte Werbeanrufe sollen gestoppt werden. Der Bundesrat hat Änderungen des Fernmeldegesetzes beschlossen, die das ermöglichen sollen. Als nächstes entscheidet nun das Parlament.

Die Regierung hat die Botschaft zur Gesetzesrevision verabschiedet. Diese soll dem Wandel in der Telekommunikation Rechnung tragen. Mit den neuen Regeln sollen die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten verbessert werden , schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einer Mitteilung.

Aktuell noch immer hohe Roaming-Gebühren

Zu diskutieren gaben in den vergangenen Jahren immer wieder die Gebühren für das Roaming, das Zugreifen auf ein Mobilnetz im Ausland. Die Schweizer Preise für internationales Roaming in Europa sind zwar gesunken, aber immer noch höher als diejenigen der europäischen Fernmeldedienstanbieter. Das revidierte Gesetz soll dem Bundesrat nun ermöglichen, unverhältnismässig hohe Tarife zu bekämpfen.

Spam-Filter gegen Werbeanrufe

Künftig sollen sich die Kunden auch nicht mehr über unerwünschte Werbeanrufe aufregen müssen. Der Bundesrat will die Telekomunternehmen verpflichten, unlautere Werbung zu bekämpfen. Sie sollen ihren Kundinnen und Kunden ermöglichen, Werbeanrufe herauszufiltern - wie Spam-E-Mails. Bei den Werbeanrufen sei eine Analyse der Eigenschaften von Nachrichten zwar schwieriger, aber ebenfalls möglich, schreibt der Bundesrat.

 

Bundesrätin Doris Leuthard.

Audiofiles

  1. Bundesrat will hohe Roaming-Gebühren bekämpfen.. Audio: Franziska Boser

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