Kapellbrücke soll aufgewertet werden

Neue Apps mit Infos zu Luzerner Holzbrücken geplant

Die Kapellbrücke in der Stadt Luzern: Eines der beliebtesten Fotosujets der Touristen. Die Kapellbrücke in der Stadt Luzern. Beispiel einer Kopie eines Originalbildes im Besitz von Jost Schumacher Die Luzerner Kapellbrücke wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1993 ein Raub der Flammen. Dachdeckerarbeiten am nördlichen Brückenarm, Februar 1994. Vom Berner Werkhof konnten 35'000 alte Biberschwanzziegel bezogen werden.

Die Luzerner Kapellbrücke soll künftig attraktiver daherkommen. Dazu will die Stadtregierung das Wahrzeichen digital aufwerten. Die geplante App soll in einem zweiten Schritt dann auch über andere Denkmäler der Stadt informieren.

Informationen, Text und Bildmaterial zur Geschichte und zu den Inhalten der Kapellbrückenbilder – all dies soll künftig über eine App abrufbar sein. Geplant sind auch Inhalte zur Spreuerbrücke.

Das sei eine einfache und eher kurzfristig realisierbare Massnahme, um die Kapellbrücke als Wahrzeichen punktuell aufzuwerten, schreibt die Stadtregierung in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf einen Vorstoss der CVP-, GLP und SP-Fraktion. Zum heutigen Zeitpunkt rechne man mit Kosten von 100'000 Franken für die Realisierung einer solchen App.

Dem Stifter sei Dank

2016 hatte die Stadt eine Schenkung erhalten. Nach dem Willen des Stifters müssen damit Vorhaben unterstützt werden, welche dem Erhalt und der Attraktivierung der Spreuerbrücke, der Kapellbrücke und des Wasserturms dienen.

Dank dieser privaten Initiative sei man nun in der Lage, die Kapellbrücke noch attraktiver zu machen. Die Postulanten aber auch Tourismuskreise wünschen weiter, die Kapellbrücke bei Nacht und in den Wintermonaten besser sichtbar zu machen. Eine aussergewöhnliche Inszenierung der Brücke jedoch scheiterte aus technischen und finanziellen Gründen im Sommer 2016 (Radio Pilatus berichtete). Eine Optimierung der Beleuchtungssituation des Brückeninnenraums soll geprüft werden, soweit dies für die Bilder aus konservatorischen Gründen möglich sei, heisst es.

Diskussion über Kapellbrückenbilder

Im Zuge der geplanten Attraktivierung soll auch eine neue Hängeordnung der Kapellbrückenbilder geprüft werden. Ausserdem will man diskutieren, was mit den zahlreich vorhandenen Brückenbildern, die heute im Archiv lagern, geschehen soll. Mögliche Ideen und Vorstellungen dazu müssten "sehr sorgfältig vorbereitet werden", schreibt die Stadtregierung. Das brauche wohl mehrere Jahre Zeit.

In einem ersten Schritt soll nun das Gesamtkonzept mit den konkreten Fahrplänen erarbeitet werden. In erster Priorität will der Stadtrat das Projekt mit der App starten. Die Umsetzung ist auf Ende 2018 vorgesehen. 2018 sollen weitere Projekte folgen.

Audiofiles

  1. Die Luzerner Kapellbrücke soll digital aufgewertet werden. Audio: David von Moos

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