Cybercrime: Betrüger gehen immer raffinierter vor

Grundregeln für ein sicheres E-Banking

Hacker (Symbolbild)

Kriminelle nutzen das Internet vermehrt für Betrugsversuche. Betroffen davon sind vor allem Personen, die E-Banking nutzen. Keine Sorgen machen muss, wer sich an gewisse Grundregeln hält.

Das Internet ist zu einem bedeutenden Bestandteil unseres Alltages geworden. Im Internet lesen wir die neuesten Nachrichten, rufen Fahrpläne ab, chatten mit Freunden und Bekannten oder bezahlen Rechnungen per E-Banking. Dabei versuchen Kriminelle immer öfters, über ausgeklügelte Mechanismen an die Kundendaten wie Benutzername und Passwort zu gelangen. «Eine raffinierte Schadsoftware erkennt heutzutage sogar, mit welchem Betriebssystem das Opfer arbeitet», erklärt Roger Marty, Leiter Fachbereich Sicherheit bei der Luzerner Kantonalbank. So könne die sogenannte Malware den Opfern täuschend echte Eingabeoberflächen vorgaukeln.

Wer beim Erledigen von Bankgeschäften übers Internet also nicht genügend Vorsicht walten lässt, der muss unter Umständen teuer dafür bezahlen. Mit dem Thema Sicherheit bei Online-Bankgeschäften hat sich am Dienstag eine Fachtagung an der Hochschule Luzern befasst. Sie bot eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen rund um das Thema Sicherheit beim E-Banking.

Grundregeln unbedingt einhalten

Die Luzerner Kantonalbank empfiehlt ihren Kunden und Nutzer von anderen E-Banking-Angeboten folgende fünf Schritte für einen Grundschutz:

1. Sichern der Daten
Wie wertvoll sind Ihre Daten? Sichern Sie diese regelmässig auf externe Medien oder Online. Kontrollieren Sie, ob Ihre Daten tatsächlich gespeichert worden sind.

2. Schützen mit Virenschutzprogramm
Welche Viren gelangen auf Ihren Computer, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone? Praktisch keine, wenn Sie ein Virenschutzprogramm installiert haben. Konfigurieren Sie das Programm so, dass es automatisch und regelmässig seine Virenliste aktualisiert und damit auch aktuelle Bedrohungen erkennt.

3. Überwachen dank Firewall
Ihr Computer oder Ihre mobilen Geräte öffnen im Internet viele unsichtbare Türen. Wenn Sie eine Firewall installieren, werden diese zuverlässig geschlossen. Zusätzlich überwacht die Firewall automatisch die Aktivitäten im Internet und alarmiert Sie bei Problemen.

4. Vorbeugen mit Software Updates
Wer könnte Sie besser mit Sicherheit versorgen als die Hersteller all Ihrer Programme? Warten Sie Ihre Programme und Apps. Richten Sie diese so ein, dass regelmässig und automatisch neuste Updates heruntergeladen und installiert werden. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

5. Aufpassen und wachsam sein
Wie verhalten Sie sich verantwortungsbewusst? Indem Sie Ihren Computer mit einem cleveren Passwort aus einer Zahlen-Buchstabenkombination schützen. Wenn Sie gezielt entscheiden, wo und wann Sie Ihre Informationen im Internet preisgeben. Und wenn Sie dem Internet – mit gesundem Misstrauen – nicht alles glauben.

Wer sich an diese Sicherheitsvorkehrungen halte, der könne sich wirksam vor Angriffen aus dem Internet und vor dem Verlust von Daten und der Privatsphäre schützen, betont die LUKB in einem speziellen Merkblatt, das ein Teil der Kunden schon erhalten hat. 

Auf der kostenlos zu nutzenden Webseite www.ebankingabersicher.ch gibt es weitere Massnahmen und Verhaltensregeln für eine sichere Anwendung von E-Banking auf Desktop-Computern oder Mobile-Applikationen auf dem Smartphone. Angeboten werden auch Kurse, neu auch für KMU.

Audiofiles

  1. E-Banking: Wer sich an gewisse Grundregeln hält, muss sich um die Sicherheit keine Sorgen machen. Audio: David von Moos

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