Booking.com und Co. sollen an die Leine

Stände- und Nationalrat sagen JA zu Verbot von Knebelverträgen

Das Hotel Palace in Luzern

Online-Buchungsportale wie Booking.com werden in der Schweiz immer beliebter. Gerade für die Hotellerie jedoch ist die Kooperation mit grossen Buchungsplattformen oftmals eine unliebsame Notwendigkeit. Ihre Dominanz lässt den Hotels keine andere Wahl, als auch unerwünschte Verträge abzuschliessen. Nun hat sich nach dem Stände- auch der Nationalrat für eine Einschränkung ausgesprochen.

Der Nationalrat debattierte über ein Verbot von sogenannten „Knebelverträgen“ in der Hotelbranche. Oftmals müssen Hotels unliebsame Verträge mit Online-Buchungsplattformen wie booking.com eingehen. Ein unhaltbarer Zustand, findet etwa die Luzerner SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo. Wegen der marktbeherrschenden Position von Booking.com seien die Hotels gezwungen, mit der Plattform zusammen zu arbeiten.

Mit einer stärkeren Regulierung von Buchungsplattformen wäre die Schweiz nicht alleine. Die Nachbarländer haben bereits Massnahmen getroffen, um ihre Hotellerie vor „Knebelverträgen“ zu schützen.

Audiofiles

  1. Fertig mit Knebelverträgen für Hotels. Audio: Matthias Strasser

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