Stadt Luzern plant Arbeitsplätze für Flüchtlinge

Die Regierung hat ein dreijähriges Pilotprojekt vorgestellt

Job (Symbolbild)

Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen in der Stadt Luzern sollen zukünftig besser eine Arbeit finden. Die Stadtregierung hat dafür ein dreijähriges Pilotprojekt vorgestellt. Mit diesem sollen bis zu 70 Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen werden. 

In der Stadt Luzern leben derzeit fast 1'000 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, welche Sozialhilfe beziehen. Ihnen will die Stadtregierung helfen, sich schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Konkret schlägt die Regierung drei Massnahmen vor:

  • Die Stadt plant, in der städtischen Verwaltung eins bis zwei Lehrstellen und zwei bis vier temporäre Berufseinstiegsstellen an Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene zu vergeben. Mögliche Einsatzorte sind das Tiefbauamt sowie die Abteilungen Immobilien, Volksschulen und Informatik. Ziel des Projektes ist es zu zeigen, was es braucht, um eine berufliche Integration erfolgreich zu realisieren.
  • Weiter will die Stadt 40-70 externe Praktikums- und Arbeitseinsatzplätze finanzieren. In diesen sammeln Flüchtlinge erste Erfahrungen in der Arbeitswelt, erarbeiten Basiskenntnisse in einer ausgewählten Branche und verbessern ihre Deutschkenntnisse und das Allgemeinwissen.
  • Als dritte Massnahme sieht die Stadtregierung vor, Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, die eine Lehr- oder Arbeitsstelle gefunden haben, über die Probezeit hinaus bis zum Ende des ersten Anstellungsjahres zu begleiten. Während der Probezeit erhalten die Personen zudem Unterstützung und Hilfe von einem Coach.

Dreijähriges Pilotprojekt für 1,5 Millionen Franken

Die mit dem Pilotprojekt verbundenen Massnahmen sind für die nächsten drei Jahre bis 2020 geplant. Die Regierung will dafür 1,5 Millionen Franken investieren, bezahlt durch den Gewinn der städtischen Jahresrechnung 2016. Über das Pilotprojekt entscheidet Ende Oktober das Luzerner Stadtparlament.

Audiofiles

  1. Stadt Luzern plant Arbeitsplätze für Flüchtlinge. Audio: Fabian Kreienbühl / Caspar van de Ven

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