Vorlehre für Flüchtlinge: Kanton Luzern will aushelfen

Ab Sommer 2018 sollen bis zu 1000 Personen eine Ausbildung starten.

Symbolbild Arbeitsintegration

Ab dem nächsten Sommer sollen in der Schweiz bis zu 1000 Flüchtlinge und Personen die vorläufig aufgenommen wurden, eine einjährige Integrationsvorlehre beginnen. Der Bund will die Menschen damit auf das Berufsleben vorbereiten. Kleinere Kantone bringt dies in Bedrängnis - in der Zentralschweiz will der Kanton Luzern aushelfen. 

Die Rechnung ist einfach: Je mehr Leute eine Arbeit haben, desto weniger sind von Sozialhilfe abhängig, umso mehr sparen die Gemeinden, schreibt die Luzerner Zeitung. Problematisch wird dies im Zusammenhang mit den Integrationsvorlehren für kleinere Kantone wie Ob- und Nidwalden. Diese müssten gemäss der prozentualen Verteilung für etwa fünf bis sechs Personen einen Ausbildungsplatz anbieten. Solch keine Klassen zu führen sei nicht realistisch, vor allem wenn sich die Berufswünsche der Flüchtlinge unterscheiden. 

Luzern will helfen

Genau in solchen Fällen will der Kanton Luzern einspringen. Die betroffenen Personen sollen für ihr Integrationsvorlehre nach Luzern kommen. Damit könnten Synergien genutzt und der Aufwand gebündelt werden. Eine detaillierte Umsetzung des Projekts steht jedoch noch aus. Erst muss das Staatssekretariat für Migration den Plänen grünes Licht geben, damit die Kantone und Berufsverbände die genaue Koordination starten können.

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