Luzern investiert in Ausbildung von Flüchtlingen

Stadtparlament bewilligt 1,5 Millionen Franken für Pilotprojekt

Ein Asylbewerber reinigt die Uufschütti.

Die Stadt Luzern will Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Das Stadtparlament hat für ein Pilotprojekt einen Kredit von 1,5 Millionen Franken bewilligt. In den kommenden drei Jahren werden mit diesem Geld unter anderem 40 bis 70 Praktikums-Plätze für Flüchtlinge mitfinanziert.

In der Stadt Luzern lebten Ende Juni rund 1‘000 Asylsuchende, Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, welche wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen. Mit Integrationsmassnahmen sollen diese Menschen schneller finanziell selbständig werden. Die betroffenen Personen werden während der ersten zehn Jahre vom Kanton finanziert. Danach sind die Gemeinden zuständig.

Das Stadtparlament war sich grossmehrheitlich einig, dass mit frühzeitiger Integration in den Arbeitsmarkt die betroffenen Menschen schneller finanziell auf eigenen Füssen stehen, was dann wiederum der Stadt zugutekommt. Einzig die SVP war gegen das Pilotprojekt. Jörg Krähenbühl meinte: "Es ist klar eine Bevorzugung von Flüchtlingen gegenüber der Zielgruppe der Schweizer Bevölkerung." Die Stadtregierung wies darauf hin, dass es für einheimische Arbeitslose andere Integrationsprogramme gibt.

Der Kredit von 1,5 Millionen Franken für die Jahre 2018-2020 wurde klar genehmigt. Die Stadt Luzern will noch vor Ablauf des Projektes eine Evaluation durchführen und danach prüfen, ob das Pilotprojekt verlängert werden soll.

Audiofiles

  1. Pilotprojekt soll Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Audio: Urs Schlatter

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