3 der 4 Ruder-Olympiasieger treten zurück

Auch der Luzerner Simon Schürch beendet seine Karriere

Einzig Mario Gyr (l.) lässt seine sportliche Zukunft noch offen, die anderen drei treten alle zurück.

Am 11. August 2016 war es ihr grosser Tag. Bei den Olympischen Spielen in Rio ruderten Mario Gyr, Simon Schürch, Lucas Tramèr und Simon Niepmann überragend zu Gold. Ihr grösster Triumph. Seither war für die vier Jungs klar, dass sie erstmal eine Auszeit nehmen und sich dann entscheiden wie es mit ihren Karrieren weitergeht. Nun ist klar, für drei der vier Ruderer ist die Zeit als Profisportler vorbei.

Simon Schürch (Seeclub Sursee), Simon Niepmann (Seeclub Zürich und Lucas Tramèr (Club d'Aviron Vésenaz) hängen quasi das Ruder an den Nagel, lassen das Boot künftig auf dem Trockenen. Zumindest wenn es um den Profisport geht. Die drei Olympiasieger haben sich nach der Auszeit seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio nun entschlossen, zukünftig auf andere Karten zu setzen.

Simon Niepmann hat sein Sport- und Geografiestudium erfolgreich abgeschlossen und sucht nun neue Herausforderungen in der Berufswelt. Lucas Tramèr absolviert aktuell als Medizinstudent ein Praktikumsjahr in verschiedenen Spitälern. Und der Luzerner Simon Schürch drückt aktuell die Schulbank und absolviert sein Studium der Wirtschaftswissenschaften und wird demnächst entsprechende Praktika beginnen. "Ich habe mir immer hohe Ziele gesetzt", so Schürch," und diese an den gezielten Ergebnissen gemessen. Mit dem Erreichten an Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen habe ich das Maximum erreicht, das es im Rudersport zu gewinnen gibt. Das erfüllt mich mit grosser Befriedigung und Dankbarkeit. Ich spüre aber auch, dass ich mich neuen Aufgaben zuwenden will," so Schürch in einer Mitteilung des Schweizerischen Ruderverband.

Noch offen lässt der Vierte im Bunde, Mario Gyr, seine Zukunft als Profisportler. Er möchte zuerst seine berufliche Situation klären und auch seine sportlichen Ambitionen definieren, dann werde auch er sich entscheiden, ob er seine Karriere als Ruder-Profi weiterführt oder nicht.

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