Schweiz eröffnet Büro in Syrien

EDA will damit eigene Hilfsprojekte unterstützen

Die Schweiz eröffnet in Damaskus, Syriens Hauptstadt, ein Büro.

Die Schweiz hat wieder ein offizielles Büro in Syrien. Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber Radio SRF bestätigte, wurde dieses bereits vor drei Wochen in der syrischen Hauptstadt Damaskus eröffnet. Damit will die Schweiz wieder eigene Hilfsprojekte unterstützen.

Man habe nun endlich Augen und Ohren in Damaskus, sagte Manuel Bessler, Delegierter des Bundes für humanitäre Hilfe. Bei dem Büro handle es sich nicht um eine politische oder diplomatische Vertretung. Es gehe darum, dass man Hilfsprojekte wieder in Eigenregie umsetzen könne. Bislang investiere das EDA rund 60 Millionen Franke pro Jahr um damit andere Hilfsprojekte zu unterstützen. Nun mit dem Büro wolle man wieder eigene Projekte vorantreiben und finanzieren, wie beispielsweise der Aufbau von Spitälern.

Das Schweizer Büro ist das erste eines europäischen Landes in Syrien, abgesehen von der EU. Ganz eigenständig kann das Büro jedoch nicht arbeiten, die syrische Regierung entscheidet, ob man auch in Rebellenregionen reisen darf oder nicht.

 

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