Luzern: 500 Selbstanzeigen von Steuersündern

Kanton mit Zusatzeinnahmen von 15,5 Millionen Franken

Schweizer Banknoten (Symbolbild)

Im Kanton Luzern haben sich im vergangenen Jahr wieder viele Steuersünder selbst angezeigt. Wie die Luzerner Staatskanzlei mitteilte, gingen fast 500 Selbstanzeigen ein, das sind über 17 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Seit sieben Jahren können Steuerzahler im Kanton Luzern einmal im Leben eine Selbstanzeige machen, wenn sie einen Teil ihres Vermögens nicht korrekt versteuert haben. In einem solchen Fall werden sie nicht bestraft. Im vergangenen Jahr nahm der Kanton Luzern so zusätzlich 15,5 Millionen Franken an Steuern ein. Das sind rund vier Millionen Franken mehr als im Durchschnitt seit der Einführung der straflosen Selbstanzeige.

Auffallend viele Konti im Ausland gemeldet

Auffallend viel wurden Konti im Ausland und Liegenschaften gemeldet. Laut der Luzerner Staatskanzlei habe dabei sicher eine Rolle gespielt, dass im vergangenen Jahr der automatische Informationsaustausch eingeführt worden war.

Mit dem automatischen Informationsaustausch erhalten die Behörden Meldungen über Vermögen der Steuerpflichtigen im Ausland. Im Jahr 2018 erfolgen solche Meldungen erstmals rückwirkend auf das Jahr 2017. Sobald die Schweizer Behörden eine solche Meldung bekommt, kann keine straflose Selbstanzeige mehr eingereicht werden.

 

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