Schwere Lungenkrankheit auf dem Vormarsch

Rund 500 gemeldete Ansteckungen im 2017

Symbolbild

In der Schweiz breitet sich die tödliche Lungenkrankheit aus. Rund 500 Menschen steckten sich im vergangenen Jahr an, 35 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet der Sonntagsblick. Er beruft sich auf das Bundesamt für Gesundheit.

Legionellen-Bakterien werden über zerstäubtes Wasser von Duschen, Wellnessanlagen oder Luftbefeuchtern eingeatmet. Sie können schwere Lungen- und Rippenentzündungen verursachen. In bis zu 10 Prozent der Fälle endet eine Infektion tödlich. Man habe die Lage nicht mehr im Griff, sagt Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten beim BAG. Er sei beunruhigt wegen des Anstiegs der Fälle. Koch geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Es würden nur Fälle mit schweren Verlauf gemeldet. Der Bevölkerung rät das BAG das Wasser mit Boilern auf über 60 Grad zu erhitzen und die Leitungen regelmässig durchzuspülen.

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