Trotz Skandal: Post-Chefin bleibt im Amt

Unabhängige Experten sollen die Vorfälle prüfen

Post-Chefin bleibt im Amt.

Die Chefin der Schweizerischen Post, Susanne Ruoff, bleibt im Amt. Der Verwaltungsrat spricht der Post-Chefin damit das Vertrauen aus. Nun soll eine unabhängige Expertengruppe die genauen Vorfälle rund um den Subventions-Skandal bei der Postauto AG aufklären. 

Gestern tagte der Verwaltungsrat der Post, heute hat Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller darüber informiert. Die Post sei noch nicht in der Lage, eine abschliessende Darstellung des Sachverhalts zu geben. Deshalb habe man nun eine unabhängige Expertengruppe geschaffen, welche genau untersuchen werde, was ablief und wer involviert war. Man habe sich entschieden, vorerst keine Boni in der Geschäftsleistung der Postauto AG auszuzahlen. Die gesamte Geschäftsführung soll überprüft werden, so Schwaller weiter. Für Chefin Susanne Ruoff bestehe nach wie vor die Unschuldsvermutung. 

Zum Abschluss sagte Urs Schwaller, dass es an der Post und an ihm persönlich liege, die unentschuldbaren Vorfälle lückenlos aufzuklären. Die Post wolle Prozesse und Strukturen überprüfen und diese so reformieren, dass so etwas nicht mehr passieren könne. 

Ungerechte Subventionen erhalten

Konkret hat die Postauto AG Gewinne, die sie im regionalen Personenverkehr gemacht hat, unter «Übriges» verbucht. Dadurch stimmten die Zahlen nicht und die Postauto AG hat zu Unrecht Subventionen in der Höhe von über 78 Millionen Franken erhalten.

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