Reaktionen auf das Urteil im Fall Rupperswil

Zeitungen zeigen sich erleichtert - aber auch ein wenig enttäuscht

So kommt das Urteil im Fall Rupperswil bei den Zeitungen an

Nach dem Urteil im Fall Rupperswil zeigt am Samstag der Blick in die heutigen Zeitungen: Viele sind erleichtert über die hohe Strafe und grundsätzlich zufrieden mit dem Urteil – und trotzdem: Ein schlechtes Gefühl bleibt. 

Gestern hat das Bezirksgericht Lenzburg den vierfachen Mörder im Fall Rupperswil zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und einer ordentlichen Verwahrung verurteilt. Die Zeitungen zeigen sich erleichtert – aber auch ein wenig enttäuscht. 

"Lasst ihn nie mehr raus" - "Nach dem Prozess bleibt enttäuschte Hoffnung"

„Lasst ihn nie mehr raus“ titelt zum Beispiel der Blick auf der Frontseite. Die Zeitung fordert gar explizit, dass der Täter nie mehr auf die Gesellschaft losgelassen werden darf. Zu gross sei die Gefahr, dass er rückfällig wird.

 „Lebenslänglich“ oder „Das Gericht verlässt den Highway des Grauens“, so der Titel in der Luzerner Zeitung, um nochmals auf die schrecklichen Aussagen während dem Prozess Aufmerksam zu machen. Die NZZ titelt auf ihrer Frontseite: „Nach dem Prozess bleibt enttäuschte Hoffnung“. Gemeint ist unter anderem die Hoffnung, auf eine lebenslange Verwahrung des Täters. Nun bleibe auch nach dem harten Urteil ein schlechtes Gefühl, weil rein theoretisch die Möglichkeit besteht, dass der vierfache Mörder irgendwann wieder in Freiheit gelangen könnte. 

Bei den meisten Zeitungen ist das Urteil die grosse Frontgeschichte – mit Ausnahmen

Bei vielen Zeitungen ist das Urteil im Fall Rupperswil wie erwartet die grosse Frontgeschichte. Nicht so beim Tagesanzeiger. „Thomas N. wird ordentlich verwahrt“ so der trockene Titel in einer kleinen Aussenspalte.

Alles in allem sind die Zeitungen aber zufrieden mit dem Urteil. Die Richter hätten objektiv gesehen nicht mehr als eine ordentliche Verwahrung erreichen können.

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