Linke befürchten höhere Billett-Preise

Luzerner Kantonsparlament nimmt von öV-Bericht Kenntnis

Bus der Verkehrsbetriebe Luzern vbl

Im Kanton Luzern soll der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut werden. Das Kantonsparlament hat vom öV-Bericht für die kommenden vier Jahre Kenntnis genommen und machte dabei klar, dass der öV wirtschaftlicher werden muss.

Die bürgerliche Mehrheit beschloss einen höheren Kostendeckungsgrad von 58 Prozent, heute sind es 55 Prozent. Monique Frey von den Grünen befürchtet, dass nun die Ticketpreise steigen: „So werden die Billette teurer. Ab drei Personen ist es heute leider so, dass das Auto billiger ist, auch mit der Vollkostenrechnung. Das darf nicht sein.“

CVP-Parlamentarier Josef Wyss wies darauf hin, dass man nicht den öV und den Individual-Verkehr gegeneinander ausspielen soll: „Immer wieder wird auf die Priorisierung des Busverkehrs gegenüber dem motorisierten Individualverkehrs hingewiesen. In gewissen Situationen ist das sicher richtig. Es muss jedoch vermehrt versucht werden, beiden Kategorien gerecht zu werden.“

Der öV-Bericht sieht in den kommenden vier Jahren rund 80 Massnahmen vor, um das Bus- und Bahnangeboten weiter zu optimieren. Zuvor hatte das Kantonsparlament zur Volksinitiative "Vorwärts mit dem öffentlichen Verkehr" die Nein-Parole beschlossen.

Audiofiles

  1. Das Kantonparlament diskutier über den ÖV-Ausbau. Audio: Urs Schlatter

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