Rechnungs-Debakel in Emmen

Fast 11 Millionen schlechter abgeschlossen als geplant

Urs Dickerhof, Finanzdirektor der Gemeinde Emmen.

Die Gemeinde Emmen schliesst das vergangene Jahr mit einem Minus von rund 12 Millionen Franken ab. Das ist fast 11 Millionen schlechter als geplant, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Tiefere Steuereinnahmen sowie höhere Kosten beispielsweise im Sozialbereich fielen dabei ins Gewicht.

Geplant war ein Minus von knapp 1,7 Millionen Franken. Geworden ist es ein Defizit von fast 12,6 Millionen Franken für die Gemeinde Emmen. Fast in allen Bereichen waren die Ausgaben höher als budgetiert, während gleichzeitig die Steuereinnahmen tiefer ausfielen als geplant. Beispielsweis bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe oder den Alimentenzahlungen wurden zusammen rund 3,5 Millionen Franken mehr ausgegeben als geplant.

Auf der Einnahmeseite hingegen kam deutlich weniger rein als geplant. Fast 5,5 Millionen Franken an Steuergeldern fehlten gegenüber dem Budget. Zwar habe man im Vergleich zu den Vorjahren bei den Steuereinnahmen etwas zulegen können, allerdings deutlich weniger als geplant. Unteranderem weil geringere Nachträge sowie tiefere Sondersteuererträge erzielt wurden.

FDP kritisiert Personalzuwachs der Verwaltung

Die FDP von Emmen sieht im Defizit auch eine unnötige Zunahme der Personalkosten in der Verwaltung. In einem Vorstoss verlangt sie deshalb am Mittwochnachmittag bereits, dass bis auf weiteres das Personal nicht mehr aufgestockt werden soll. Einzige Ausnahme sollen Stellen sein, welche sich selbst refinanzieren lassen.

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