FCL wurde von FCZ-Fans überrascht

Diese kauften Tickets im "falschen" Sektor

FCZ-Fans boykottierten den Gästesektor und kauften Tickets im Sektor D.

Was für ein Fussballfest in der Swissporarena. Dank einem Last-Minute Traumtor von Simon Grether schlug der FC Luzern den FC Zürich mit 2:1. Die Stimmung im Stadion explodierte, die Freude war gross. Jedoch nicht bei allen FCL-Fans. Dies, weil die FCZ-Fans das Spiel auf Plätzen von FCL-Saisonkartenbesitzer verfolgten.

Etwa um 13.30 Uhr wurde der Sicherheitsverantwortliche des FC Luzern informiert, dass im Extrazug aus Zürich nur gerade 20 FCZ-Fans sassen. Bald war klar, dass die Mehrheit der Zürcher Fans individuell anreisen würde. Rund eine halbe Stunde später war klar, dass die FCZ-Fans Tickets im Sektor D kaufen oder dies online bereits gemacht hatten. Auf Seiten des FC Luzern entschied man sich dann aus Sicherheitsgründen, die Zürcher in den "falschen" Sektor D zu lassen, obwohl für sie eigentlich der Gästesektor vorgesehen war.

Für den FC Luzern gab es keine andere Lösung

Oberste Priorität für den FC Luzern war, dass die Situation nicht eskalieren würde. Daher entschieden die FCL-Verantwortlichen, die FCZ-Fans im Sektor D zu lassen. Zudem versuchte man die FCL-Fans in den Sektor C zu verschieben, dies gelang dem FCL aber nicht vollumfänglich. Daher gab es bereits kurz nach dem Spiel viele Reklamationen beim FCL. Der Club versteht den Frust dieser Fans und ist auch gesprächsbereit, wie der Medienverantwortliche Markus Krienbühl gegenüber Radio Pilatus und Tele 1 sagt: "Wir verstehen diese Leute, es ist auch für den FCL eine sehr unglückliche Situation. Wir haben so gut als möglich versucht zu kommunizieren, sind uns aber bewusst, dass dies nicht ideal gelaufen ist. 

Wir verstehen unsere Fans, auch für den FCL war die Situation sehr unglücklich.

Der FCL habe bewusst darauf verzichtet, diese Information per Lautsprecher im Stadion durchzugeben, dass die Luzerner den Sektor wechseln können. Diesen Entscheid fällte man daher, weil man die Zürcher Fans auf keinen Fall provozieren wollte, damit die Situation ruhig blieb, so Krienbühl weiter. Beim FCL will man das Vergangene nun aufarbeiten und die Lehren daraus ziehen. Abschliessend sagte der FCL-Medienverantwortliche Markus Krienbühl, dass man die Kommunikation in Zukunft bei einer solchen Ausnahmesituation verbessern wolle. Man hoffe aber, dass die Situation, dass Gästefans den Sektor D blockieren, künftig nicht mehr vorkomme. 

Audiofiles

  1. FCL-Medienchef Markus Krienbühl nimmt Stellung zu den Vorfällen mit den FCZ-Fans in der Swissporarena. Audio: Sämi Deubelbeiss

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