Fall Malters geht in die zweite Runde

Der Verhandlungstermin steht fest

Der Polizeieinsatz in Malters.

Im Juni 2017 wurden der Kommandant und der Kripo-Chef der Luzerner Polizei rund um den Fall Malters vom Bezirksgericht Kriens freigesprochen. Das Urteil wurde dann aber vom Privatkläger weitergezogen. Am 23. August kommt der Fall Malters deswegen nun vor das Luzerner Kantonsgericht.

Am 23. August 2018 stehen die beiden Luzerner Polizeikader, Kommandant Adi Achermann und der Kripo-Chef Daniel Bussmann, erneut vor Gericht. Dies gaben die Luzerner Gerichte heute, am 24. April, bekannt. Damit geht der Fall Malters in die zweite Runde. Das Bezirksgericht Kriens hatte die beiden Polizei-Chefs im vergangenen Juni noch vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Der Sohn der Frau, die sich beim Polizeieinsatz im Frühling 2018 in Malters das Leben nahm, akzeptierte das Urteil des Bezirksgerichts nicht und zog es weiter vor das Kantonsgericht. Der Privatkläger war mit der Begründung des Urteils nicht einverstanden (Radio Pilatus berichtete).

Richter sahen gewissen Handlungsspielraum

Im begründeten Urteil des Bezirksgericht Kriens steht, dass es eigentlich nicht zwingend notwendig gewesen wäre, dass die Polizei die Wohnung stürmte. Aber das bedeutet nicht, dass der Einsatz dadurch auch unverhältnismässig gewesen sei. Die Richter sagten, die Polizei habe hier einen gewissen Handlungsspielraum. Darum der Freispruch für die beiden Angeklagten. Mehr Infos zum damaligen Prozess gibt es hier.

 

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