350 Personen im Kanton Luzern gelten als gefährlich

Seit vergangenem Jahr werden diese überwacht, bevor sie eine Straftat begehen

Patrouille der Luzerner Polizei

In immer mehr Kantonen werden Personen überwacht, schon bevor sie straffällig werden. Seit kurzem auch in Luzern. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, stehen bereits über 350 Personen auf der sogenannten Gefährderliste.

Bei diesen Personen geht man davon aus, dass sie gefährlich sind und straffällig werden könnten. Seit vergangenem Jahr kann die Luzerner Polizei solche Personen überwachen und ansprechen. Dann nämlich, wenn sie aufgrund ihres Verhaltens oder Drohungen auffällig werden. Zuvor durfte die Polizei erst eingreifen, wenn eine strafrechtlich relevante Tat begangen oder eine Anzeige eingereicht wurde. Gemäss der Luzerner Zeitung geht es bei den meisten der gut 350 Fällen um häusliche Gewalt.

Potenzielle Straftäter oder Opfer werden angesprochen

Die Luzerner Polizei tritt oft in Kontakt mit solchen potenziellen Tätern. Zum einen weist sie die Personen auf die Konsequenzen hin, sollten sie ihre Drohung wahrmachen. Im Gespräch zeigt die Polizei aber auch auf, wie sie eine Konfliktsituation ohne Gewalt lösen können und verweist auch an Fachstellen. Weiter können dank der Liste auch mögliche Opfer gewarnt werden, bevor eine Tat verübt wird.

Aktuell gilt das sogenannte Bedrohungsmanagement bereits in elf Kantonen. Im nächsten Jahr führt es auch der Kanton Zug ein. Der komplette Bericht gibt es hier.

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